Medienbeiträge
Wie steht es um den Wald? Welche Lösungen für den Wald gibt es? Eine Auswahl von Beiträgen zu drängenden Fragen und Antworten.

17. März 2026
CO2-Zertifikate für Brandenburgs Wälder
Im radio3 Klimagespräch plädiert Prof. Ibisch für eine differenzierte Sicht auf den freiwilligen Markt für CO₂-Zertifikate. In den Wäldern hierzulande dienen diese nicht der direkten Kompensation von Emissionen, denn Deutschland rechnet sich die CO₂-Speicherleistung der Wälder bereits vollständig in der nationalen Klimabilanz an. Bei den Investitionen von Unternehmen handelt sich um »Contribution Claims «, die nicht in die eigene Emissionsbilanz einfließen können, aber dennoch ein wichtiges Engagement und Verantwortungsbewusstsein zeigen, indem sie staatliche Förderung ergänzen. Die Zahlungen für CO₂-Zeritifikate sind ein Anreiz für Waldeigentümer:innen weniger auf Holznutzung zu setzen und Vorrat – und damit den CO₂-Speicher – in den heimischen Wälder aufzubauen sowie den Waldumbau hin zu resilienteren, strukturreicheren Mischwäldern voranzutreiben. Diese Transformation ist umso wichtiger, da die deutschen Wälder infolge des großflächigen Absterbens von Fichten-Plantagen seit 2018 von einer CO₂-Senke zu einer CO₂-Quelle geworden sind und auch die Brandenburger Kiefern-Plantagen sehr anfällig für ähnlich große Schäden durch Dürre und Waldbrände sind.

30. März 2026
Assistierte Baum-Migration gegen den Klimawandel?
Der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik des Bundeslandwirtschaftsministeriums hat ein Gutachten vorgelegt, in dem empfohlen wird, Bäumen aus anderen Ländern dabei zu helfen, in den Wäldern Deutschlands Fuß zu fassen. Das von KI generierte Titelbild, das auf zwei Beinen wandernde und von einer Försterin begrüßte Bäume zeigt, ist wohl augenzwinkernd gemeint, doch es geht um eine seit Langem laufende wissenschaftliche Debatte und die Suche nach Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel: Das Konzept der »assistierten« oder »unterstützte Migration «. Das durchaus differenzierte Gutachten verweist auf die Risiken und schlägt allenfalls eine zurückhaltende Nutzung von Bäumen aus anderen Ökoregionen vor. In seinem Kommentar betont Prof. Ibisch, dass es darüber hinaus von zentraler Bedeutung ist, das Ökosystem Wald ganzheitlich zu betrachten, inklusive der Humusbildung, dem damit verbundenen Wasserrückhalt und der Kühlleistung der Wälder, anstatt vor allem forstliche Parameter wie die Wuchsleistung in den Blick zu nehmen. Mit der Suche nach neuen Baumarten lenkten Akteure aus der Forstwirtschaft (sich) davon ab, dass es eine zu intensive Holznutzung und Praktiken, wie etwa die Bodenverdichtung durch schwere Maschinen und die Zerschneidung der Bestände durch viele Rückegassen sind, die dem klimagestressten Wald besonders zusetzten.

13. März 2026
Den Waldzustand besser verstehen mit Satellitendaten
Wie geht es dem Wald? Für eine belastbare Einschätzung braucht es aktuelle Daten, die eine Diagnostik der dynamischen Veränderungen der Wälder unter den Bedingungen des Klimawandels ermöglichen. Satellitendaten werden in der Forschung genutzt, um Waldveränderungen aktuell, flächendeckend und räumlich hochaufgelöst zu erfassen. Angesichts dieses Potenzials, empfiehlt der Wissenschaftliche Beirat für Natürlichen Klimaschutz (WBNK), diese Daten künftig auch staatlicherseits ergänzend zu den bestehenden Waldinventuren und bodengestützten Erhebungen systematisch in das Monitoring einzubeziehen. So lassen sich nicht nur Aussagen zur Vitalität, sondern auch zu Struktur, Biomasse und damit zur Funktionalität der Wälder ableiten. Prof. Ibisch blickt im Interview mit dem Hessischen Rundfunk (ab 8:15 min im Beitrag) auf den Waldmonitor der Naturwald Akademie, der frei verfügbar Daten zu den sieben Hauptbaumarten sowie zur Waldvitalität und zu Schadflächen bereitstellt.

10. März 2026
Starke Kronenverlichtung in vielen Brandenburger Wäldern
Der aktuelle Waldzustandsbericht des Landes Brandenburg zeigt, dass es den Brandenburger Wäldern – insbesondere den ausgedehnten Kiefern-Plantagen – immer schlechter geht. 2025 nahm die Waldfläche mit deutlichen Schäden erneut zu. Die durchschnittliche Kronenverlichtung stieg auf einen historischen Höchstwert. Der Anteil der Schadflächen am Gesamtwald liegt inzwischen bei 39 Prozent, während nur noch 8 Prozent der Waldfläche keine sichtbaren Schäden aufweisen. Im Studio bei rbb 24 Brandenburg aktuell betonte Prof. Pierre Ibisch, wie wichtig hochauflösende Satellitentechnologie ist, um zu erkennen, welche Behandlungen dem Wald besonders schaden, aber auch wo Förster*innen mit Maßnahmen Erfolge erzielt haben, um von ihnen zu lernen. Zentral sind dabei vor allem der Wasserrückhalt im Wald, Fragmentierung, das Jagdmanagement sowie eine zu intensive Holznutzung.

16. Feb 2026
Die Rede vom »Klimakult«: Rubios Angriff auf die Wissenschaft
In seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz sagte der US-Außenminister Marco Rubio: »Ein Bündnis, das wir wollen, ist eines, das nicht durch Angst vor Klimawandel […] Stattdessen wollen wir ein Bündnis, das kühn in die Zukunft rast.« »Um den Klimakult zu beschwichtigen«, hätten wir uns selbst Energiepolitiken auferlegt, die unsere Bevölkerungen in Armut stürzten. Dabei verantwortungsvolle Klimapolitik mit dem Wort Kult zu verbrämen, geht längst nicht mehr nur um Rhetorik, sondern um konkrete Aktionen. Die USA sind nicht nur Klimaabkommen ausgestiegen und schwächen Forschungsinstitutionen, sondern lassen inzwischen die nationale Umweltbehörde verkünden, dass von CO₂ keine Gefahr ausgeht. Doch wie Prof. Ibisch betont, sollte nicht bezweifelt werden, dass Rechtspopulisten auch in Europa den gleichen Weg beschreiten würden, wenn sie es könnten.

14. Jan 2026
Die doppelte Klimakrise: Warum wir heute nicht nur das Klima, sondern auch unsere Wissenskompetenz retten müssen
Eine gerade bei Nature erschienene Studie verdeutlicht, dass Rückkopplungseffekte den Klimawandel bereits heute erheblich verstärken. Dürrebedingtes Baumsterben oder großflächige Waldbrände führen zu zusätzlichen CO₂-Emissionen, wodurch Landökosysteme in den vergangenen zehn Jahren etwa ein Viertel ihrer Senkenkapazität verloren haben. Rund 8 % des bisherigen Anstiegs der atmosphärischen CO₂-Konzentration lassen sich auf solche Rückkopplungseffekte zurückführen. Doch neben der Klimakrise erleben wir eine Klimaschutzkrise, in der vorhandenes Wissen systematisch in Zweifel gezogen wird.
Zugleich scheint es, dass wir angesichts einer beispiellosen Informationsexplosion nicht mehr wissen, was wir wissen und glauben sollen. Die Uneindeutigkeit unseres angehäuften Wissens beschränkt nicht nur die Lösungskompetenz der Gesellschaft, sondern befeuert auch deren Polarisierung und Verwirrung. Prof. Pierre Ibisch fordert deshalb, der Stärkung von Informationskompetenz eine deutlich höhere Priorität einzuräumen.

23. Dez 2025
Pläne zur Ausweitung der Holzverbrennung
für die Berliner Fernwärme
Bis zum 9 Januar 2026 läuft die die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Genehmigungsantrag für das geplante Holzheizkraftwerk am Standort Reuter West vom Berliner Energie und Wärme AG (BEW). Zahlreiche Umweltorganisationen kritisieren die Pläne der BEW als klimaschädliche Fehlinvestition. Sie fordern den landeseigenen Energieversorger auf, die Pläne für das neue Holzheizkraftwerk zu stoppen. Beim Verbrennen von Holz pro Energieeinheit wird nicht weniger CO2 freigesetzt als beim Verbrennen von Kohle. Das geplante Holzheizkraftwerk in Reuter West leiste somit einen Beitrag zur Verschärfung der Klimakrise, erklärt Matthias Krümmel vom BUND Berlin. Prof. Pierre Ibisch äußert im Länderreport bei Deutschlandfunk Kultur Verständnis für die Herausforderungen der Wärmewende, betont aber auch, dass es eine vollständige Dekarbonisierung ist, die wir dringend brauchen. Sowohl Alt- als auch Frischholz zur Wärmeerzeugung in dieser Dimension zu nutzen, sei nicht nachhaltig. Dem Klima würde Holz-Recycling mehr nützen als es zu verbrennen.

12. Dez 2025
Buchenwälder rund um die »Heiligen Hallen« in Gefahr
Wie der NDR berichtet, bestätigt ein neues Gutachten die Sorge um das FFH-Schutzgebiet »Wälder bei Feldberg mit Breitem Luzin und Dolgener See« in Mecklenburg-Vorpommern. Bereits 2020 hatten Pierre Ibisch und sein Team die deutlichen Schäden an den durch den Landesforst mittels Großschirmschlagverfahren stark aufgelichteten Buchenbeständen dokumentiert und von MV-Umweltminister Backhaus ein Einschlagsstopp gefordert. Trotz Zusagen, etwas zu ändern, sei nichts geschehen.
Nun stellen auch die Experten, die die Landesforstanstalt beauftragt hat, eine klare Diagnose: »Die Flächen sind in einem kritischen Zustand und drohen bei Nichthandeln zukünftig verloren zu gehen.« Die Schäden an den umliegenden Wäldern beeinträchtigten auch die »Heiligen Hallen«, einen der ältesten Buchenwälder Deutschlands. Prof. Ibisch beklagt, »wir haben sogar Kahlschläge in unmittelbarer Nachbarschaft dieses wertvollen Buchenwaldes« und fordert die Erweiterung des Kernschutzgebietes, »damit der Buchenwald noch eine Chance hat«.

1. Nov 2025
Wir haben Probleme mit dem »Stadtbild« – und mit dem »Landbild« auch
Bundeskanzler Merz hat mit seiner Aussage zum »Stadtbild« eine heftige Diskussion ausgelöst. In seinem Kommentar geht Prof. Pierre Ibisch auf die in vielen unserer Städten sichtbaren Folgen von Ungerechtigkeit und gesellschaftlicher, baulicher und planerischer Fehlentwicklungen ein. Er blicke auf menschenfeindliche Betonlandschaften, Neubausiedlungen mit versiegelten Vorgärten, in denen keine Begegnungsräume vorgesehen sind. Doch genauso sollte einem das »Landbild« Sorgen machen, denn auch die ländlichen Räume sind weniger lebenswert geworden: Gewerbegebiete und eine allgegenwärtige Verkehrsinfrastruktur wirkten als hätten wir ein Zuviel an fruchtbaren Böden. Zugleich sind Landschaften ausgeräumt, sie haben ihre Hecken, Gehölze, Wälder und Eigenheiten verloren. Der »Grün-Feucht-Kühl-Index« des ECONICS INSTITUTES verdeutlicht, wie sehr die Funktionsfähigkeit unserer Landschaft und damit unsere Lebensgrundlage bereits beeinträchtig ist.
Es brauche Bereitschaft, Probleme in ihrer Komplexität zu verstehen und zu besprechen, um angemessene systemische Lösungen zu finden.

1. Okt 2025
Mehr Bäume auf die Äcker!
Im Zentrum der deutschen Hitzedebatte stehen bislang die Städte mit ihren versiegelten Flächen und dem oft nur spärlichen Grün, doch die neue Studie des ECONICS INSTITUTES zeigt: Riesige Ackerflächen heizen sich inzwischen ähnlich stark auf. Das Bewusstsein dafür, dass auch Agrarlandschaften unter Hitze leiden, könnte zum Wendepunkt werden. Handlungsspielraum besteht: Der »Grün-Feucht-Kühl-Index« zeigt, dass ein Fünftel der Temperaturunterschiede auf die Nutzung der Flächen zurückgeht – je grüner die Landschaft, umso feuchter und kühler sind sie. Vielfältige Fruchtfolgen, Zwischenfrüchte, Hecken und Agroforste können helfen, das Mikroklima zu regulieren.

22. Sep 2025
Das Econics Institute stellt den Grün-Feucht-Kühl-Index vor
Das ECONICS INSTITUTE, der neu gegründete Thinktank für Ökosysteme präsentiert erstmals einen »Grün-Feucht-Kühl-Index« für Deutschland, der verdeutlicht, dass die Landbedeckung einen wesentlichen Einfluss auf die Oberflächentemperatur und die Niederschlagsmenge hat. Die sich wechselseitig beeinflussende Dreiecksbeziehung zwischen Grünheit, relativ kühlen Temperaturen und Feuchtigkeit reflektiert die Leistungsfähigkeit der Landschaften und ihre Zukunftsfähigkeit im Klimawandel. Für zdf heute hat Katrin Lindner Studienleiter Prof. Pierre Ibisch im Grumsin getroffen.

12. Aug 2025
Holzverbrennung: Problem statt Lösung
»Holz stößt pro Kilowattstunde mehr CO2 aus als Kohle – und weit mehr als andere fossile Brennstoffe. Daher besteht die erste Auswirkung der Holzenergie darin, dass der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre steigt und sich der Klimawandel verschärft« – so klar formulierte es eine Studie in der renommierten Zeitschrift Science schon 2018. Wie groß die Pfadabhängigkeit wider besseren Wissens bei der Holzverbrennung dennoch ist, schildert Pierre Ibisch in diesem Artikel.

Windkraft im Wald – zu den Folgen für das Ökosystem
13. Jul 2025
Brandenburg liegt beim Ausbau von Windparks im Wald bundesweit vorn. Im Naturpark Dahme-Heideseen soll nun mit 55 Windrädern die bisher größte Anlage entstehen. Pierre Ibisch spricht im Interview über die Folgen für die ohnehin gestressten und stark fragmentierten Wälder.

EU: Rechte und Konservative gefährden Klimaziele
12. Jul 2025
Die rechtsextreme »Patrioten für Europa«-Fraktion wird im EU-Parlament die Verhandlungen zum Klimaziel 2040 verantwortlich steuern. Zugleich wird der Green Deal der EU-Kommission durch die konservative EVP entschärft. Im Interview erläutert Pierre Ibisch, warum der Trend Klimaschutzmßnahmen aufzuweichen, insbesondere für Europa, wo sich die Folgen des Klimawandels besonders deutlich zeigen, ein gefährlicher ist.

Was tun nach dem Waldbrand?
3. Jul 2025
Seit 2019 untersucht das Forschungsprojekt PYROPHOB wie die Waldbrandflächen auf eine unterschiedliche Behandlung reagieren. Beräumen und neu pflanzen oder auf die natürliche Sukzession vertrauen? Die Beobachtungen zeigen: Dort, wo die Flächen sich selbst überlassen bleiben, entsteht trotz schwieriger Bedingungen bereits ein neues Waldökosystem.

Waldbau als historisches Erbe und Missverständnis
10. Jun 2025
Seit jeher definieren sich Menschen durch das Bauen. Wir betreiben Hausbau, Straßenbau, Ackerbau oder eben auch Wald-bau. Wald ist aber ein komplexes Ökosystem. Pierre Ibisch fragt: Kann man das überhaupt bauen?

Im Harz liegen Katastrophe und Hoffnung eng beieinander
5. Jun 2025
Angesichts dramatischer Landschaftsveränderungen durch das Absterbens ausgedehnter Forste stellen sich viele zu recht die Frage, ob jene, denen die Bewirtschaftung unserer Wälder anvertaut ist, tatsächlich in unser aller Sinne handeln. Eine Exkursion in den Harz macht anhand eines unterschiedlichen Umgangs mit Waldflächen allzu deutlich, wie nah Verwüstung und Hoffnungsschimmer beeinander liegen.

»Der Wald benötigt mehr Holz für sich selbst«
27. Mai 2025
Lange Hitzeperioden, wenig Niederschlag, trockene Böden – warum sich die Anpassung des Waldes an den Klimawandel nicht mit einer intensiven Holznutzung verträgt und was Forstverwaltungen, kommunale und private Waldbesitzende tun können, um Schäden abzumildern, erklärt Prof. Dr. Pierre Ibisch im Interview mit Anne Mareile Moschinski.

Braucht das Bundesministerium für Landwirtschaft mehr Klimakompetenz?
19. Mai 2025
Weite Teile Deutschlands erleben ein rekordverdächtig trockenes Frühjahr. Die neue Regierung scheint die Klimakrise jedoch erst einmal zurückstellen zu wollen. Böden und Wasser spielen in der Regierungserklärung Alois Rainers keine Rolle. Dabei sind die immer trockeneren Böden sind nicht nur für Land- und Forstwirtschaft eine zentrale Herausforderung, sondern sie befördern offenbar auch die Intensivierung von Hochdruckgebieten und Blockadewetterlagen.

»Landschaft muss grüner, kühler, feuchter«
20. Apr 2025
Pierre Ibisch erklärt im Deutschlandfunk, warum es gerade angesichts der aktuellen Trockenheit und Waldbrandgefahr so wichtig ist, die Wälder nicht stärker aufzulichten und Wassermanagement, Land- und Forstwirtschaft konsequenter zusammenzudenken.

22. Nov 2024
Wald im Spannungsfeld von Ökologie und Ökonomie
Dem Wald geht es schlecht und schlechter, das belgt nun auch die neue Bundeswaldinventur – und damit steht mehr auf dem Spiel, als manche wissen. Der grüne Europa-Abgeordnete Martin Häusling lud im November 2024 fast 200 Wissenschaftler:innen, Praktiker:innen, Waldbesitzer:innen und Gäste aus ganz Deutschland zum dritten Mal zur Waldtagung ein, um zu diskutierten, was zur Rettung des Waldes getan werden kann und muss.

Wie man dem deutschen Wald die Zukunft raubt
19. Nov 2024
Kranke Bäume, mehr Feuer, Klima: Der Wald leidet. Allen ist klar, dass er umgebaut werden muss. Das führt immer häufiger zu unversöhnlichem Streit – etwa in Brandenburg. Alexandra Endres berichtet über das Forschungsprojekt PYROPHOB, das die Waldbrandflächen in Treuenbrietzen untersucht.

Wechselwirkungen der Arten sind für den Naturschutz unerlässlich
1. Nov 2024
Beim Umwelt- und Artenschutz muss das jeweilige Ökosystem und seine Leistungsfähigkeit als Ganzes betrachtet werden, sagt der Ökologe Pierre Ibisch. Gutachten zum Bedrohungsstatus einzelner Arten bildeten nur einen Teil der Realität ab.

Ein Evening of Hope mit Jane Goodall
31. Okt 2024
Auf Einladung von Peter Wohlleben besuchte die Verhaltensforscherin, Naturschutzaktivistin und Friedensbotschafterin der Vereinten Nationen Jane Goodall den neuen Studiengang in Eberswalde. Nach einem gemeinsamen Aufenthalt im Grumsin-Buchenwald, pflanzte sie einen Jane-Goodall-Baum auf dem Waldcampus der Hochschule für nachhaltige Entwicklung und feierte in der ausverkauften Stadthalle von Eberswalde einen Evening of Hope.

Nur Klimawandel schuld? Unsere Forstwirtschaft muss endlich selbstkritisch sein
10. Okt 2024
Wald und Forstwirtschaft haben wieder einmal schlechte Presse. Das Ergebnis der gerade von Bundesforstminister Özdemir vorgestellten Bundeswaldinventur, die auf Erhebungen von 2022 beruht, ist in mehrfacher Hinsicht katastrophal, sagt Wald-Experte Pierre Ibisch - und das liege nicht nur am Wald.

6. Okt 2024
Neue Bundeswaldinventur: Warum der Wald als Klimaschützer ausfallen wird
Am 8. Oktober 2024 erschien die große Bestandsaufnahme des deutschen Waldes. Die Daten zeichnen ein erschreckendes Bild. Der heimische Wald ist zur Kohlenstoffquelle geworden. Thomas Krumenacker fasst die Ergebnisse der Bundeswaldinventur zusammen.

7. Sep 2024
»Das Gesetz lässt den Wald im Stich« - Scharfe Kritik am Waldgesetz
Die Ampel-Koalition wollte das veraltete Waldgesetz reformieren, um Deutschlands größtes Ökosystem gegen Klimawandel und Biodiversitätskrise zu stärken. Doch der Entwurf von Minister Cem Özdemir verpasst diese Gelegenheit, kritisiert Waldexperte Pierre Ibisch im Interview.
